Knowtech 2007 - Retrospektive - Teil 2

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Eine Agenda für Wissensmanagement und intellektuelles Kapital in Deutschland

  • Referent: Günther Szogs (Commerzbank AG)
  • Wissensbilanz made in Austria.
  • Wissensbilanz made in Germany (http://www.akwissensbilanz.org).
  • New Club of Paris.

Die wachsende Bedeutung von ICM für die Unternehmensbewertung

  • Referent: Ralf Frank (DVFA GmbH)
  • Erfahrungen der Unternehmen: Berichte (z.B. Nachhaltigkeitsbericht) werden nicht angenommen, da sie "Narrative" enthalten und keine Zahlen.
  • Sinnvoller Ansatz: Nicht-Wissen ist ein Risiko.
  • Non- bzw. Extra-Financial Reporting (vs. Wissensbilanz vs. Intellectual Capital Statement vs. Intellectual Capital Report vs. Wissens-Gewinn-und-Verlust-Rechnung vs. Wissens-Kapitalflußrechnung).
  • Ca. 30 Kern-Performance-Indikatoren (KPI) wurden definiert (Kategorien: Environment, Social, Governance und Zukunftsfähigkeit).
  • Eine Umfrage ergab die Top-3-KPIs: 1. Customer Satisfaction 2. Revenues with New Products introduced 3. R&D Expenses.
  • http://www.dvfa.de/kpis.

Bedeutung von Wissensbilanzen im Prozess der Kreditgewährung

  • Referent: Guido Pfeiffer
  • "Investitionen in Intellektuelles Kapital schlagen sich nicht in der nächsten GuV nieder".
  • "Die Wissensbilanz ist ein Informationinstrument für immatrielle Werte".
  • Betrachtungszeiträume
    • Kurzfristig (1-2 Jahre): Gewinnfähigkeit
    • Mittelfristig (3-6 Jahre): Wettbewerbsfähigkeit
    • Langfristig (7-9 Jahre): Veränderungsfähigkeit
  • "Frage: wie wirken Human-, Struktur- und Beziehungskapital auf den Geschäftserfolg?".
  • Kreditgewährungsprozess: Antragsvorbereitung, Bonitätsbewertung (z.B. Rating), Kreditentscheidung, Lufende Betreuung und Risikomanagement.

Der deutsche Wolf wird langsam Grau - Wissensmanagement und Personalentwicklung für alternde Belegschaften

  • Referent: Prof. Manfred Becker
  • Problem ist weniger das altern, sondern das schrumpfen der Gesellschaft.
  • Existenz einer "Alterskultur" wird (noch) nicht akzeptiert.
  • Forschungsprojekt ADM.
  • Kompetenzarten: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Personale Kompetenz und Soziale Kompetenz.
  • Gesundheit- und Familienmanagement gewinnen mit alternden Belegschaften an Bedeutung.
  • Phasen in Zukunft: 1. Ausbildung und Berufseinstiegs-Modell 2. Kern-Arbeits-Weiterbildungs-Modell 3. Teilzeit-Arbeits-Teilruhestands-Modell.

Gestaltung wissensintensiver Geschäftsprozesse aus Arbeitnehmersicht - Zu ambivalenten Entwicklungen in der Wissensarbeit

  • Referent: Peter Stahn (IG Metall)
  • "Umbruch in Ökonomie und Arbeit als Folge der umfassenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche".
  • "Zeitalter des Fordismus - eine erfolgreiche Nachkriegskonstellation geht zu Ende".
  • Kern der Restrukturierung seit Ende der 70er Jahre: 1. Liberalisierung der Finanzmärkte 2. marktgesteuerte Renditevorgaben 3. Herrschaft der gespaltenen Ökonomie (Produktivitätssteigerung vs. Anzahl sozialversicherungspflichtige Stellen).
  • Quelle: INQA-Studie "Was ist gute Arbeit?".
  • Restrukturierung der Geschäftsprozesse mit neuen Management-Methoden: Ablösung der betrieblichen Kontroll- und Kommandohierarchien, Kostensenkungsstrategien des Shareholder Value, Flexible Standardisierung, Best Practice - Kennnziffern aus Benchmarks, Organisations und Koordinationsformen für die Wissensintegration wird zum kritischen Erfolgsfaktor.
  • Belastungen in der Wissensarbeit: individuelle Routinearbeiten, repetetive Teiltätigkeiten, Anwendungen von Methodenstandards, Arbeiten nach Zielvorgaben, Durchführungen von Teiltätigkeiten.
  • Neue Freiheiten durch Wissensarbeit: kontinuierliche Verbesserung, vollständige Handlungsaufgaben, kreatives Problemlösen, Selbstorganisation, Geschäftsprozeßorientierung.
  • Wissensarbeit erlebt einen Funktionswandel: 1. Qualifikationsvermögen und Berufsethos geraten in Wiederspruch zur betriebswirtschaftlichen Organisationslogik 2. Abwertung informellen praktischen Erfahrungswissen in karriereorientierten Positionskämpfen 3. Verändeurng in den Unternehmenskulturen.

Von faszinierenden Freiheiten und notwendigen

Wikis unterstützen die Zusammenarbeit

  • Referenten: Tobias Ahlert, Hr. Schmieder (Liebherr), Anja Flicker (reinisch AG)
  • Anwendungsfall: Wiki als Hilfesystem zu einer Dokumentationsdatenbank.
  • Wiki-Kultur erzeugen: Offenheit, Toleranz und Vertrauen.
  • Wiki-Engine: Confluence.
  • Realisierung der Plattform: 1. Vorgespräch, Bedarfsanalyse 2. Planung, Toolentscheidung (Workshop) 3. Inhaltliche Konzeption (Workshop) 4. Aufbau Wiki-Struktur offline 5. Präsentation Supplier-Konferenz 6. Installation + Start Live-System 7. Initialbefüllung (Spezifikationen, Schulungsunterlagen, Hilfen und Regeln zum Wiki) 8. Einführung, Schulung 9. Regelbetrieb 10. Weiterentwicklung.
  • Konfiguration: Wiki-Bereiche mit "Community-Charakter" (jeder kann lesen und schreiben, z.B. Admin Wiki, User Wiki, Wiki Sandbox), Wiki-Bereiche mit kontrollierten Inhalten.
  • Erfahrung (Lessons Learned): im Unternehmen sollte am Anfang klar gesagt werden, wofür das Wiki verwendet kann und muss(!).
  • Nächste Schritte: Aufbau Terminologieliste, Aufbau Abkürzungsverzeichnis, Akzeptanz bei Mitarbeitern und Lieferanten erreichen.

EB 2.0: Die Wiki-Methode im Kontext der Lernenden Organisation