Die wachsende Bedeutung von ICM für die Unternehmensbewertung
Referent: Ralf Frank (DVFA GmbH)
Erfahrungen der Unternehmen: Berichte (z.B. Nachhaltigkeitsbericht) werden nicht angenommen, da sie "Narrative" enthalten und keine Zahlen.
Sinnvoller Ansatz: Nicht-Wissen ist ein Risiko.
Non- bzw. Extra-Financial Reporting (vs. Wissensbilanz vs. Intellectual Capital Statement vs. Intellectual Capital Report vs. Wissens-Gewinn-und-Verlust-Rechnung vs. Wissens-Kapitalflußrechnung).
Ca. 30 Kern-Performance-Indikatoren (KPI) wurden definiert (Kategorien: Environment, Social, Governance und Zukunftsfähigkeit).
Eine Umfrage ergab die Top-3-KPIs: 1. Customer Satisfaction 2. Revenues with New Products introduced 3. R&D Expenses.
Bedeutung von Wissensbilanzen im Prozess der Kreditgewährung
Referent: Guido Pfeiffer
"Investitionen in Intellektuelles Kapital schlagen sich nicht in der nächsten GuV nieder".
"Die Wissensbilanz ist ein Informationinstrument für immatrielle Werte".
Betrachtungszeiträume
Kurzfristig (1-2 Jahre): Gewinnfähigkeit
Mittelfristig (3-6 Jahre): Wettbewerbsfähigkeit
Langfristig (7-9 Jahre): Veränderungsfähigkeit
"Frage: wie wirken Human-, Struktur- und Beziehungskapital auf den Geschäftserfolg?".
Kreditgewährungsprozess: Antragsvorbereitung, Bonitätsbewertung (z.B. Rating), Kreditentscheidung, Lufende Betreuung und Risikomanagement.
Der deutsche Wolf wird langsam Grau - Wissensmanagement und Personalentwicklung für alternde Belegschaften
Referent: Prof. Manfred Becker
Problem ist weniger das altern, sondern das schrumpfen der Gesellschaft.
Existenz einer "Alterskultur" wird (noch) nicht akzeptiert.
Forschungsprojekt ADM.
Kompetenzarten: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Personale Kompetenz und Soziale Kompetenz.
Gesundheit- und Familienmanagement gewinnen mit alternden Belegschaften an Bedeutung.
Phasen in Zukunft: 1. Ausbildung und Berufseinstiegs-Modell 2. Kern-Arbeits-Weiterbildungs-Modell 3. Teilzeit-Arbeits-Teilruhestands-Modell.
Gestaltung wissensintensiver Geschäftsprozesse aus Arbeitnehmersicht - Zu ambivalenten Entwicklungen in der Wissensarbeit
Referent: Peter Stahn (IG Metall)
"Umbruch in Ökonomie und Arbeit als Folge der umfassenden Ökonomisierung aller Lebensbereiche".
"Zeitalter des Fordismus - eine erfolgreiche Nachkriegskonstellation geht zu Ende".
Kern der Restrukturierung seit Ende der 70er Jahre: 1. Liberalisierung der Finanzmärkte 2. marktgesteuerte Renditevorgaben 3. Herrschaft der gespaltenen Ökonomie (Produktivitätssteigerung vs. Anzahl sozialversicherungspflichtige Stellen).
Restrukturierung der Geschäftsprozesse mit neuen Management-Methoden: Ablösung der betrieblichen Kontroll- und Kommandohierarchien, Kostensenkungsstrategien des Shareholder Value, Flexible Standardisierung, Best Practice - Kennnziffern aus Benchmarks, Organisations und Koordinationsformen für die Wissensintegration wird zum kritischen Erfolgsfaktor.
Belastungen in der Wissensarbeit: individuelle Routinearbeiten, repetetive Teiltätigkeiten, Anwendungen von Methodenstandards, Arbeiten nach Zielvorgaben, Durchführungen von Teiltätigkeiten.
Neue Freiheiten durch Wissensarbeit: kontinuierliche Verbesserung, vollständige Handlungsaufgaben, kreatives Problemlösen, Selbstorganisation, Geschäftsprozeßorientierung.
Wissensarbeit erlebt einen Funktionswandel: 1. Qualifikationsvermögen und Berufsethos geraten in Wiederspruch zur betriebswirtschaftlichen Organisationslogik 2. Abwertung informellen praktischen Erfahrungswissen in karriereorientierten Positionskämpfen 3. Verändeurng in den Unternehmenskulturen.
Von faszinierenden Freiheiten und notwendigen
Referent: Jochen Robes
Herkunft des Wortes Blog auf der Webseite von Jorn Barger (1997).
Beispiel "Knackbarkeit" von Fahrradschlössern tauchen in der Blogosphäre auf.
Beispiel Ellen Simonetti: "I was fired for blogging".
Konfiguration: Wiki-Bereiche mit "Community-Charakter" (jeder kann lesen und schreiben, z.B. Admin Wiki, User Wiki, Wiki Sandbox), Wiki-Bereiche mit kontrollierten Inhalten.
Erfahrung (Lessons Learned): im Unternehmen sollte am Anfang klar gesagt werden, wofür das Wiki verwendet kann und muss(!).
Nächste Schritte: Aufbau Terminologieliste, Aufbau Abkürzungsverzeichnis, Akzeptanz bei Mitarbeitern und Lieferanten erreichen.
EB 2.0: Die Wiki-Methode im Kontext der Lernenden Organisation
Referenten: Peter Kraus (Elektrobit Automotive GmbH), Simon Dückert (Cogneon GmbH)