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I-KNOW 2010 - Tag 1

Die I-KNOW 2010 ist gestartet. Auch in diesem Jahr möchte ich wie in 2009 wieder meine Notizen zu den Vorträgen teilen:
Keynote Emerging Trends in Search User Interface
- Referentin: Marty A. Hearst (UC Berkeley)
- Buch "Search User Interfaces" ist kostenlos verfügbar.
- Trends, die die Suchinterfaces vorantreiben sind:
- Verbreitung mobiler Endgeräte
- Verbreitung von berührungssensitiven Endgeräten (iPad)
- Verbreitung von Audio- und Video-Inhalten
- Forschritte im Bereich Natural Language Processing (NLP)
- Als Antwort auf diese Trends wird unter anderem "Social Seach" gesehen, die Grenze zwischen Suchen und Fragen verschwimmt.
- Was fragen Nutzer in sozialen Netzwerken? Ergebnis aus einer Studie von Morris et. al. (PDF):
- Future Trends in Marty's view:
- More language-like queries
- Speaking & Hearing rather than Typing and Reading
- Interaction with other people while doing search tasks
- Leaveraging the knowledge in people's heads
A Corporate Tagging Framework as Integration Service for Knowledge Workers
- Referent: Walter Christian Kammergruber (TU München)
- Siemens hat eine Wikisphere, das Technoweb, die Blogosphere und Projektmanagement-Tools. Für diese soll ein Tagging Framework bereitgestellt werden.
- Das Tagging Framework (STAGS) besteht aus einem zentralen RDF-Repository, das per REST-ähnlicher API direkt abgefragt oder mit einer SPARQL-Engine benutzt werden kann. Tagclouds können per Widget in bestehende Webseiten eingefügt werden.
- Ausdrucksstärke von Annotationen nach Weller et. al. (Folksonomies and Ontologies, 2007): Keywords, Folksonomies, Thesauri, Taxonomies, Controlled Keywords, Classification, Thesauri, Ontologies.
- Über einen Thesaurus Editor (Webapplikation) kann jeder Wissensarbeiter die Beziehungen der Tags untereinander definieren (Synonyms, Related, Broader, Narrower, Ignore).
- Wordnet ist für Tag-Suggestion mit eingebunden.
- Die drei Haupt-Use-cases: 1. Suche 2. Navigation und 3. Tag Suggestion.
- Bei dem Vortrag fiel mir ein, dass ich mal wieder recherchieren muss, was aus dem APOSDLE-Projekt geworden ist.
A Knowledge Management Scheme for Enterprise 2.0
- Dada Lin (T-Systems Multimedia Solutions GmbH)
- "The Convergence of Knowledge Management & Enterprise 2.0"
- Willke (1998): "Knowledge Management refers to the totality of organizational strategies to create an intelligent organization".
- McAffee (2006): "the use of emergent social software platforms within companies or between companies and their partners or customers".
- IDEA-Framework (interaction, documentation, evolution, adoption) ist ein Framework, um die Konvergenz von E 2.0 und KM darzustellen.
- Case Study Teamweb von T-Systems Multimedia, basierend auf Atlassian Confluence.
- Umfrage unter 175 Mitarbeitern (Rücklauf 54%): 86% nutzen Teamweb für die tägliche Arbeit, 98% kennen die Grundlegenden Funktionen. Ca. 1250 neue Seiten und 350 Kommentare pro Monat erzeugt. "Social Feedback" im Wiki wurde von 45% als besonders motivierend genannt. 53% sagen, die Nutzung stimuliert neue Ideen.
- Jeder Space hat einen eigenen Blog.
Enterprise Microblogging at Siemens Building Technologies Division
- Referent: Johannes Müller (Siemens Switzerland Ltd.)
- Für alle, die noch keinen Zugriff auf die Proceedings haben, ein Link zu einem Paper zum Thema auf Scribd.
- Beispiele für Microblogging: Twitter, Yammer, Socialcast.
- Zu typischen Microblogging-Charakteristiken gehören short messages, add hyperlinks, upload attachements, reply, cite, reference members, tagging, private messaging, mobile access etc.
- Soziales Netzwerk (intern) References@BT (Eigenentwicklung auf Basis von ASP.NET): Community platform in Siemens intranet that should improve knowledge and information sharing and support people networking:
- "Knowledge References" (seit März 2005) zu Kundenprojekten, Lösungen, Technologie-Informationen, Marktinformationen et.
- Forum postings (seit März 2006): hauptsächlich wird ein "Urgent Request Forum" verwendet, weil Nutzer wissen, dass Anfragen dort funktionieren. Andere Foren werden kaum genutzt.
- Seit März 2009 ist eine Microblog-Funktion Bestandteil von References@BT
- Startseite von References@BT zeigt auch die neuesten Microblog-Postings.
- Microblogging-Features von References@BT
- Postings sind nicht limitiert
- Datei-Uploads sind nicht möglich
- Layout-Anweisungen werden nicht unterstützt
- Hyperlinks können einfach kodiert werden (ähnlich Wiki-Syntax)
- Antworten auf Postings sind möglich
- Initiale Postings und alle Antworten werden hierarchisch als "topic" angezeigt
- Name und Bild des Autoren werden zu jedem Post angezeigt
- "Following" ist möglich (Nachrichten per E-Mail täglich oder wöchentlich)
- RSS-Feeds sind verfügbar zu einem Autor, allen "Verfolgten"
- Erfahrung: fast alle Postings sind "business-related". Es gibt keinen Vandalismus, da alle Nutzer mit Namen bekannt sind und angezeigt werden.
- Marketing zur Einführung der Microblogging-Funktionalität
- Alle References@BT wurden informiert
- Aufruf an Nutzer "season's greatings" (z.B. Weihnachten) in ihrer Sprache einzustellen
- Ausgewählte Posts wurden auf Basis definierter Tags in bestehende Intranetseiten mit einem Widget eingefügt (ähnlich dem Twitter-Widget auf der I-Know-Startseite).
- Import von Postings von anderen Microblogging-Diensten wie Twitter (mit Hashtag #refbt)
- E-Mail mit Aufruf Kollegen aus dem Standort zu folgen (Auswahl von Kollegen erfolgte zufällig). In der Mail wurden Bilder, Namen und Follow-Link angezeigt. Dies führte zu 3.000 neuen Verbingungen.
- Nutzen des Microblogs
- Einfacher Weg Informationen zu teilen
- Zusätzlicher Kanal um Veranstaltungen zu promoten
- Neuer Weg für Networking
- Geeignet um "writing skills" zu verbessern
- Möglichkeit, Experten zu folgen
- Gruppierung von Blogs mit Tags
- Möglichkeit HTML Links hinzuzufügen
- etc. (mehr Nutzaspekte im Paper)
Projektmanagement 2.0
- Referent: Thomas Kutschi (infonova)
- Viele Versuche wurden unternommen, das Projektmanagement zu verbessern (ca. 50% kamen von der IT-Abteilung, 50% von den Nutzern), z.B.
- Telefonkonferenzen (typischerweise schlecht dokumentiert, Aufmerksamkeit der Teilnehmer gering)
- Videokonferenzen (haben die soziale Qualität erhöht, am Anfang musste die Scheu vor Video abgebaut werden)
- Typisches Problem: wie bekommt man große Dateien von A nach B
- Screen-Sharing mit Web-Ex, dann Microsoft Live Meeting, Erfahrung: parallel ist immer eine Telefonkonferenz notwendig. Problem: Bild und Ton können nicht zusammen aufgenommen werden.
- Wikis (basierend auf Mediawiki) zur Unterstützung des Anforderungsmanagements hat sehr gut funktioniert. Problem: Management hat das Wiki gehasst. Problem mit agilen Methoden generell ist, dass die "Vertragswelt" damit nicht kompatibel ist.
- Blogs, Schwierigkeit war die Kopplung von Blog und Wiki (weniger technisch, sondern eher inhaltliche Abgrenzung).
- Instant Messaging (IM), Problem war die Vielfalt der unterschiedlichen Standards (Skype, Google Talk etc.). Konsequenz: frühzeitig im Projekt einen Standard für IM definieren.
- Dokumenten-Management, früher mit anderer Software, heute mit SharePoint.
- Derzeit wird auf Basecamp mit gearbeitet, ein Cloud Service ("Alptraum der IT-Abteilung"). Vorteil: ist sehr einfach, da nicht zu viele Funktionen und ohne Einarbeitung nutzbar.
Social Software Matrix (Vergleich von Social Software)
- Referent: Ulf Sthamer (T-Systems Multimedia)
- Präsentation wurde mit Prezi gehalten, da bestehet aber noch ein bisschen "Übungsbedarf" :-)
- socialsoftwarematrix.org
Hinweis: alle weiteren Beiträge zur I-Know 2010 werden auch in der Kategorie i-know-2010 veröffentlicht.
- Weblog von simon.dueckert
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