Wissenstransfer mit Knowledge Communities

Neben der formellen Weiterbildung in Organisationen, z.B. in Form von Lehrgängen, Seminaren und Schulungen, wird insbesondere das informelle und selbstorganisierte Lernen der Mitarbeiter immer wichtiger. Während das formelle Lernen in Programmen zur Personalentwicklung oder Corporate Universities etabliert ist, fehlt es oft an geeigneten Ansätzen des informellen Lernens. Hier kann das Konzept der Wissensgemeinschaft helfen.

Wissensgemeinschaften, oft auch Knowledge Communities oder Communities of Practice (CoP) genannt, sind Gruppen von Personen, die aufgrund ihrer Tätigkeiten an ähnlichen Wissensgebieten interessiert sind und durch regelmäßige Interaktion voneinander lernen. Die Mitglieder einer Community sind dabei typischerweise nicht in der gleichen Abteilung oder im gleichen Projekt und können somit im Arbeitsalltag nicht voneinander lernen.

Produktmerkmale

  • Anhand von Geschäftsstrategie, Wissensmanagement-Strategie, Wissenslandkarte oder anderer Analysen werden zu fördernde Wissensgemeinschaften identifiziert.
  • Um die Zusammenarbeit innerhalb der Community sicherzustellen wird die bestehende Infrastruktur (z.B. Räume, Reisemöglichkeiten, Informationssysteme) analysiert und bei Bedarf ergänzt. Einfach zu verwendende und einladende Informationssysteme sind insbesondere bei räumlich verteilten Communities erfolgskritisch.
  • Zu den Communities werden potentielle Mitglieder, insbesondere die Rollen Community Koordinator und Kernmitglieder identifiziert und zu einer Kick-off-Veranstaltung eingeladen.
  • In einem Community-Workshop werden gemeinsam mit den Community Mitgliedern die Zielsetzung und die Verwendung der vorhandenen Infrastruktur geklärt.
  • In den einzelnen Phasen des Community-Lifecycle wird die Community und der Koordinator bei den Aktivitäten durch einen Community Coach unterstützt.

Zielgruppe

  • Wissensmanagement Verantwortliche
  • Community Manager in Organisationen
  • Chief Knowledge Officer
  • Innovationsmanager, die Wissensgemeinschaften zur Innovationsförderung einsetzen wollen
  • Chief Technology Officer, die Wissensgemeinschaften zur Entwicklung und Verteilung von technologischem Wissen einsetzen wollen
  • Risikomanager, die in Communities eine Chance sehen, drohendem Wissensverlust zu begegnen

Ihre Vorteile

  • Bisher unbekannte Experten werden sichtbar
  • Multiple Perspektiven auf ein Thema fördern Innovationen und helfen, Probleme schnell zu lösen
  • Fähigkeiten zur Selbstorganisation werden gefördert
  • Die Mitarbeiterbindung steigt durch Motivation
  • Effizienz steigt, durch die Vermeidung von projekt- und standortspezififischen Wissenssilos

Referenzen und Fallbeispiele

  • ThyssenKrupp: Mit Communities of Experts zusätzliche Potenziale erschließen – Entwicklung von Communities für Querschnittsthemen (KnowTech 2010)
  • Verbindung der Methoden Expert Debriefing und Wiki mit den Networks of Competence (=Communities of Practice) bei Schaeffler
  • Bosch Fallbeispiel Energie- und Karosseriesysteme im Bosch Praxisleitfaden Wissensmanagement